Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt
Die Pfarrkirche von Santa Marija in Birkirkara wurde zwischen 1610 und 1656 erbaut. Über dem Hauptportal ist die Jahreszahl 1617 eingraviert. Diese Kirche ersetzte eine frühere, die im Mittelalter um 1436 erbaut worden war. Die alte Kirche mit ihrem Friedhof sowie die beiden kleinen Kapellen der Heiligen Agatha und Sebastian, die sich auf dem Friedhof befanden, wurden abgerissen, um Platz für die neue Kirche zu schaffen.
Historisches Detail
Die Kirche gilt als ein Meisterwerk der maltesischen Handwerkskunst des 17. Sie ist auch eines der schönsten architektonischen Werke im Stil der Spätrenaissance auf Malta. Der Entwurf der Kirche wird dem maltesischen Architekten Vittorio Cassar (ca. 1550-1607) zugeschrieben; spätere Arbeiten werden einem anderen maltesischen Architekten, Tommaso Dingli (1591-1666), zugeschrieben. Obwohl der Architekt dieser Kirche nicht sicher ist, sagte Don Filippo Borg, ein Pfarrer dieser Kirche, aus, dass Tommaso Dingli der Architekt war, der die Kirche entworfen hat.
Die Fassade der Kirche ist symmetrisch gestaltet und wird von riesigen korinthischen Pilastern und eingefügten Täfelungen eingerahmt. Der erste Abschnitt umrahmt das runde Portal, das von zwei schlanken Säulen auf Sockeln flankiert und von einem kleinen ovalen Fenster gekrönt wird. Der zweite Abschnitt über dem verzierten Gebälk des Haupttors umschließt eine doppelte Reihe von fünf geschnitzten Wappenschildern. Bei den Wappen handelt es sich um die Wappen von König Philipp III. von Spanien, Großmeister Alof de Wignacourt, Bischof Baldassare Cagliares, Don Filippo Borg und Don Andrea Galea. Sie sind in Stein gemeißelt und stellen den größten Schmuck der Fassade dar. Eine Tafel in der Mitte, die auf das Jahr 1617 datiert ist, erinnert an die Bemühungen und die finanzielle Unterstützung des Pfarrers Don Filippo Borg und der Gemeindemitglieder beim Bau dieser Kirche. Die raffinierten und exquisiten Skulpturen, die diese Kirche schmücken, bestimmen die künstlerische Qualität der Fassade.
Im Jahr 1656 wurde die Kuppel fertiggestellt. Sie ist relativ niedrig und erhebt sich auf einer hohen achteckigen Trommel in acht Abschnitten mit großen Fenstern. Heute ist nur noch die Trommel zu sehen. Im Jahr 1679 wurde neben dem nördlichen Querschiff ein Glockenturm errichtet. Das Hauptfenster des Glockenturms ist jedoch ungewöhnlich gestaltet und stammt möglicherweise aus dem 18.
Die Kirche ist in der Form des lateinischen Kreuzes angelegt. Das Kirchenschiff hat keine Seitenschiffe, während die Seitenaltäre an die Kirchenmauern angelehnt sind. Der Grundriss weist einfache geometrische Proportionen auf und orientiert sich am Konzept der Renaissance für eine harmonische Raumaufteilung. Höhepunkt:
Das Innere der Kirche ist eines der reichsten im Renaissancestil Maltas, mit seinen exquisiten Details und fein geschnitzten Verzierungen, insbesondere den übereinander angeordneten Säulen, die einen juwelenartigen Effekt haben. Die Kirche hatte elf Altäre, darunter die beiden Altäre in jedem Querschiff und fünf weitere im Hauptschiff. Diese Altäre sind mit wunderschönen barocken Frontispizen geschmückt, von denen die meisten im 18. Jahrhundert geschnitzt wurden. Jahrhundert geschnitzt wurden. Im Laufe der Jahre wurden die ursprünglich in der alten Pfarrkirche Santa Marija befindlichen Kunstgegenstände an andere Orte gebracht, vor allem in die neue Pfarrkirche St. Helena.
Titular-Gemälde:
Obwohl die Kirche kein Titelbild mehr hat, das die Himmelfahrt der Jungfrau Maria darstellt, zeigt ein Glasfenster im Chor ihre Krönung. Das Thema der Krönung der Jungfrau begleitet gewöhnlich die Titelbilder der Himmelfahrt und vervollständigt den heiligen Moment ihrer Ankunft im Himmel. Die Komposition ist in Stein eingefasst, der das Fenster in drei Teile teilt.
Die Gottesmutter wird in einem Wolkenwirbel, umgeben von Engeln, in den Himmel gehoben. Über ihrem Haupt befindet sich der Heilige Geist, der Lichtstrahlen vom Himmel ausstrahlt. Die himmlische Szene wird durch das natürliche Licht ergänzt, das durch das Fenster einfällt.
Informationen zum Projekt:
Das von der Europäischen Union kofinanzierte Projekt ermöglichte die Durchführung von Studien, um die Ursachen für die strukturellen Mängel des Gebäudes zu ermitteln. Diese Studien werden die notwendigen Maßnahmen zur Stärkung der Fundamente des Gebäudes leiten, um diese historische Kirche im Herzen der Gemeinde zu retten.
Öffnungszeiten für Besucher:
Ausführliche Informationen finden Sie unter parrocci.knisja.mt/parrocca.
Wie Sie ankommen:
Siehe die Website von Malta Public Transport: www.publictransport.mt







